Zwischen 1941 und 1943 wurden etwa 300 Jüdinnen und Juden aus Luxemburg, die enteignet und aus ihren Häusern vertrieben worden waren, im Kloster Cinqfontaines in dem sogenannten „Jüdischen Altersheim“ interniert.
Im Rahmen einer Führung entdecken die Besucherinnen und Besucher das ehemalige Kloster und seine Geschichte anhand biografischer Beispiele. Der Rundgang vermittelt, wie sich die Shoah in Luxemburg vollzog: von der Ankunft in Cinqfontaines über den Alltag der Internierten und ihren Überlebenskampf bis hin zu ihrer Deportation in Konzentrations- und Vernichtungslager, in denen viele von ihnen ermordet wurden.
Seit 2022 ist Cinqfontaines eine Gedenk- und Bildungsstätte. Dies geht auf eine Vereinbarung zwischen dem Consistoire Israélite de Luxembourg und der luxemburgischen Regierung zurück. Das Kloster wurde vom Staat erworben, um das Wissen über die Shoah und deren Erinnerung sowie die Menschenrechte zu fördern. Bildungsangebote werden vom Zentrum fir politesch Bildung und dem Service national de la jeunesse organisiert.
Samstag, 17. Oktober 2026, 14:00–16:00 Uhr – Gedenk- und Bildungsstätte Cinqfontaines.
Praktische Informationen: Die Führung findet größtenteils im Freien statt.
Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte: cinqfontaines.secretariat@snj.lu
Diese Veranstaltung findet im Rahmen der Europäischen Tage des Denkmals 2026 statt.